Musik von Paul Nutt
 


Die Liebe bist Du
- Gemischter Chor (satb) und Klavier in D-dur (pdf)
- Gemischter Chor (satb) und Klavier in C-dur (pdf)
- 2 stimmige Fassung mit Klavier (pdf)
- 2 stimmige Fassung mit Orgel (pdf)
- Singstimme und Klavier (pdf)
Ein grosser Tag für Gesang und Klavier (pdf)
Engel ganz weit fort für Gesang und Klavier (pdf)
Flieg kleiner Vogel für Gesang und Klavier (pdf)
"Herr, unser Heiland" zweistimmig mit Tasteninstrument (pdf)
Ich schenk dir äs Liecht (Mundart) für Gesang, Melodieinstrument und Klavier (pdf)
O gnadenreiche Zeit, für Gesang und Klavier (pdf)
Vater unser für Gesang und Orgel tief (pdf)
Vater unser für Gesang und Orgel hoch (pdf)

Zur Person:
Thurgauer Zeitung, Samstag, 4.Juni 2005
STERNE, DIE NICHT VOM HIMMEL FALLEN

Paul Nutt ist als Organist nach Steckborn gekommen. Heute erlebt er durch seine Musik mehr Kontakte, nach aussen und zu sich selbst.


kathrin spycher

- Vor kurzem ist Paul Nutts erster Klavierband erschienen: «Fantasiestücke für Klavier». Zehn Jahre Arbeit stecken dahinter. Paul Nutt bleibt bescheiden. «Es ist meine Art, Tagebuch zu schreiben.» Lieder ohne Worte sind entstanden. Feinfühlige, von verschiedenen Emotionen gefärbte Zeitzeugnisse. Die auf dem Einband abgebildete Abendstimmung am See hat er vor Jahren mit der eigenen Kamera aufgenommen. Damals war Tochter Jasmin noch klein in den Armen der Mutter. Während vier Jahren, von 1988 bis 1992 war Paul Nutt in Steckborn Organist. Er lebt noch heute da, obwohl seine Ehe 1991 geschieden wurde und Jasmin, unterdessen 17 Jahre alt, den Vater nicht mehr so nötig hat wie früher. «Nach der Scheidung ist mir vieles aufgegangen», sagt Paul Nutt heute, als erzähle er von einem Sonnenaufgang nach dem Abendrot damals am See. Die 6 bis 7 Stunden tägliches Üben in der Einsamkeit der Kirche wurden ihm zu viel. Er begann, Klavierstunden zu geben, um wieder mehr unter die Menschen zu kommen und «um ein besserer Lehrer zu sein, als ich es von meinen Lehrern in Erinnerung hatte».

Keine Halbherzigkeiten
Daneben entstand das erste musikalische Märchen: «Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen.» Weil das Ende den Eltern seiner Schüler zu traurig war, hat er das sterbende Mädchen kurzerhand zum ewigen Stern am Himmel gemacht. Man könne es als Gegenstück zu den Musicstars bezeichnen, die heute zwar schnell hell leuchten, aber auch meist wieder fallen. Paul Nutt ist ein stiller Schaffer. Er braucht die Erholung in seinen vier Wänden. «Ohne Stille und Zeit kann nichts entstehen», ist er überzeugt. «Als Kind habe ich meinen Vater belächelt, der mit seiner Holzbeige scheinbar nie fertig wurde. Heute weiss ich, dass er sich einfach Zeit nahm, weil es für ihn bedeutsam war, nichts halbherzig zu machen. Heute begreife ich das.» Auch seine Schülerinnen und Schüler animiert er dazu, in sich hineinzuhören, die Musik als sprachlichen Ausdruck zu gebrauchen. So wird es fast zur Selbstverständlichkeit, wenn Kinder ihre Melodien mit Buchstaben für Tonhöhenbezeichnung bringen oder bald erwachsene Frauen ihre Eigenkompositionen auf CD brennen. Obwohl seit Jahren heimisch am Untersee, fühlt sich der gebürtige Liechtensteiner als Landstreicher, immer noch auf der Suche nach seiner Lebensmelodie. «Durch meine Musik fühlte ich mich das erste Mal in meinem Leben richtig ernst genommen. Andere schreiben Bücher. Ich war ein schlechter Schüler.» Ob bald ein weiteres Werk veröffentlicht wird, kann der Musiker nicht sagen. Es braucht noch Zeit.

«Späte Liebe»
Paul Nutt, geboren 1961, wuchs im Liechtensteiner Unterland mit fünf Geschwistern, darunter sein Zwillingsbruder, auf. Nach der Schulzeit arbeitete er als Hilfsoptiker. Musik begann ihn mit der Improvisation auf dem alten Klavier zu Hause zu faszinieren. Da die aktive Unterstützung der Eltern fehlte, begann Paul Nutt aber erst mit 17 Jahren mit Klavierunterricht. 1988 schloss er in Winterthur das Lehrdiplom für Orgel ab. Bis 1992 war Paul Nutt Organist in Steckborn und leitete Jugend- und Frauenchöre. Heute unterrichtet er an den Musikschulen Untersee/Rhein und Seerücken.

© KathrinSpycher, Thurgauer Zeitung Redaktion Untersee und Rhein 8501 Frauenfeld


Zurück zur alphabetischen Übersicht
Zurück zur Notendownloadseite