| 2003.08.02 Familiensingwoche 2003 |
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| Geschrieben von: Administrator |
SKGB-Singwoche für Gross und Kleinvom 26. Juli bis 2. August 2003 in MontmirailMontmirail- tönt nicht schon allein dieses Wort wie ein Märchen, wie eine Verheissung, etwas, das es zu entdecken gilt? Wir vom Team und der Zentralvorstand des SKGB sind gespannt auf das Echo der Ausschreibung dieser ersten Singwoche für Gross und Klein und so freuen wir uns, dass schliesslich 50 Teilnehmende am Sonntagnachmittag eben in diesem Montmirail eintreffen. Dass der Himmel trüb und grau ist und sich immer wieder ein Platzregen ergiesst, mag nicht eigentlich zu betrüben, hat doch die ganze Gegend nach vielen heissen Wochen auf Regen gewartet. Nacheinander treffen die Teilnehmenden ein. Den wenigsten ist das Haus bekannt, aber Allen gefällt der Ort auf Anhieb. Die ersten Bekanntschaften werden geschlossen, der erste Schachpartner gefunden, und in einem regenfreien Moment wagt sich ein Vater mit einigen Kindern in den Pool. Nach einem einfachen, aber schmackhaften Nachtessen und nach dem Abwasch, bei dem jeweils die Teilnehmer mithelfen, trifft sich die ganze Gruppe in der Chapelle. Marei Bollinger begrüsst alle singend und fordert gleich zum mitsingen auf. Hans-Jörg Ganz stellt unter Mitbezug der Kinder das Wochenthema vor. Ein Kennenlernspiel sorgt für gewisse Turbulenzen, bis alle Namen aufgerufen sind. Mit einer Geschichte, die von Lilly, Leon und den Piraten handelt, ebenfalls auf das Wochenthema abgestimmt, fesselt Dietrich Jäger die Kinder. Die Kleinsten sitzen müde auf dem Schoss ihrer Mütter oderVäter. Der Zeiger rückt gegen 9 Uhr, Zeit, alle mit einem Segen in die Nachtruhe zu entlassen. Montag Dem Thema entsprechend erzählt Dietrich Jäger nach dem Begrüssungslied der ganzen Gruppe die Geschichte der Stillung des Seesturms. Die kleineren Kinder sitzen dabei auf einem Tuch, welches das Schiff darstellt. Hernach nehmen Marei Bollinger und ihre Helferin ihre 13 kleinen Schützlinge zum singen, basteln und spielen in die Obhut. Schön, dass heute die Sonne wieder scheint und sich die Kinder im prächtigen Park aufhalten können. Hans-Jörg Ganz stimmt das Sternenfängerlied an. Haben wir bemerkt, dass damit spielerisch eingesungen wurde? Jetzt ist es Zeit für die zweite Kindergruppe mit Dietrich Jäger an die „Arbeit“ zu gehen. Ziel ist dabei, das Musical vom Regenbogenfisch einzuüben und die dazugehörenden Requisiten zu basteln. Die 22 Erwachsenen bleiben zurück. Aus dem reichhaltigen Notenheft werden nun die verschiedensten Lieder eingeübt, so - der schwedische Sommerpsalm, weiter im Verlauf der Woche: - Pase el agua, ein spanisches Lied - Exsultate, justi von Ludovico da Viandana - Alle Dinge dieser Welt von John Rutter - Soon und Very Soon, ein Gospel - Rondeau von Gerhard Rabe und viele andere eingängige Kanons und Lieder. Nach dem Mittagessen bleibt Zeit zum Ausruhen, Baden, Spielen bis sich Alle um 16 Uhr zu einem kurzen gemeinsamen Anfang wieder treffen, um dann nochmals in den drei Gruppen weiter zu singen, resp. basteln und spielen. Der Abend bleibt frei. Der lauschige Hof lädt ein, den Abend draussen zu geniessen. Dienstag Dieser Tag wurde als einziger Sonnentag der Woche prognostiziert. (Glücklicherweise für uns hat sich das Wetter nicht an die Prognose gehalten und abgesehen von einem Gewitter und zwei, drei Regenschauern schien die Sonne die ganze Woche an einem tiefblauen, wolkenlosen Himmel!) Also wird beschlossen, der eingeplante Wandertag sei heute durchzuführen. Nach dem Frühstück kann jeder seinen Lunch zusammenstellen. Bevor es auf die Reise geht, besammeln wir uns in der Chapelle zum gemeinsamen Tagesbeginn. Dietrich Jäger erzählt die Geschichte zum Thema: Jesus schläft im Boot. Jeder Mensch hat ab und zu das Bedürfnis, allein zu sein, sich zurück zu ziehen, aus welchem Grund auch immer. Dann aber geht es los. Eine kurze Autofahrt führt nach Erlach. Hier steigen wir ins Postauto um. In Lüscherz beginnt die Gruppe der „Weitwanderer“ ihre Tour. Der Weg führt dem Ufer des Bielersees entlang. Gemeinsames Ziel ist die Mörigenbucht. Je nach Lust und Vermögen kann dahin aus verschieden langen Wegstrecken ausgelesen werden. Hier angelangt wird der Picknick genossen, der See lockt zu einem Bad, auf dem Spielplatz vergnügen sich die Kinder, im Schatten der mächtigen Bäume wird geplaudert, geruht, geträumt. Wer mag, wandert noch eine Stunde weiter Richtung Biel, die andern nehmen in der nahegelegenen Haltestelle den Zug. In Biel schliesslich besteigen wir das Schiff, das uns in geruhsamer Fahrt nach Erlach zurückbringt. In Montmirail erwartet uns eine Überraschung: Die Tische werden draussen im Hof gedeckt. Unter freiem Himmel, den lauen Sommerabend geniessend, schmeckt das Pasta-Buffet besonders gut. Mittwoch, Donnerstag, Freitag Der gut durchdachte Tagesablauf bleibt sich gleich wie am Montag: jeweils gemeinsamer Tagesbeginn mit Singen und Bewegen. Die Phantasie der Leiter scheint keine Grenzen zu kennen. Auch die Erwachsenen machen da gerne mit. Dietrich Jäger beleuchtet jeden Morgen neue Aspekte der Jesus-Geschichte und lässt sie die Kinder im Spiel nachvollziehen. Die Kinder gehen gerne in ihre Gruppe, nur hie und da schleicht sich eines der Kleinsten zu den Eltern, um bald wieder in seiner Gruppe mitzumachen. Die Erwachsenen geniessen das Singen mit Hans-Jörg Ganz. In der freien Zeit vergnügen sich die Kleinen auf Dreirad, Traktor, Trottinet im Verkehrsgarten. Die Grössern sind auf dem Tennisplatz oder im Bad zu finden. Montmirail ist wirklich ein idealer Ort zum Ferienmachen! Am Freitagnachmittag wird sogar nach einem Schatz gesucht, den die Piraten (sprich Marei Bollinger!) versteckt haben. Bundesfeierabend 1. August. Vor dem Nachtessen führen die kleinen Seeräuber ihren Piratensong auf. Mit Begeisterung sind sie bei der Sache, hatten sie doch das Glück, eine Woche mit Marei zusammenzusein. Nachher sind die Grossen mit ihrem Musical an der Reihe. Erstaunlich, wie viel in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit gelernt wurde! Sogar ein Trompeten- und ein Violinsolo werden zum Besten gegeben. Auch da wird die glückliche Hand Dietrich Jägers im Umgang mit Kindern sichtbar. Heute ist Grillabend! Beim Brätliplatz werden verschiedene Würste, viel Rohgemüse und feines Brot angeboten. Es lässt sich gut plaudern am Lagerfeuer. Dietrich Jäger erzählt die Geschichte von Lilly fertig und hernach basteln wir Papierschiffe, die wir beim Eindunkeln mit einem Kerzlein und guten Wünschen versehen im nahegelegenen Zihlkanal auf die Reise schicken. Zurück im Hof werden wir zur Feier des Tages mit Glacé verwöhnt, die Kinder zünden bengalische Hölzer und irgendwann, der Mond steht schon lange am Himmel, gibt es auch heute Nachtruhe. Samstag Packen, Frühstücken, Lunch zubereiten, der übliche Abwasch, Betten abziehen. Abreisen... aber nicht bevor noch einmal ein Lied angestimmt wird, ein grosser sehr verdienter Dank an die Leiter ausgesprochen wird, Abschied genommen, und, das walte Gott, auf Wiedersehen gesagt wird. Begleitet mit einem Segen fahren wir zurück, heim in den Alltag, dankbar für eine gelungene Woche. Doris Schildknecht |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2009 um 18:34 Uhr |


