2010.07.07 Chorreise 2010 PDF Drucken E-Mail
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Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken - Chorreise 2010 Berlin, Rostock, Stralsund und Wismar


In der Tat ist es ein köstlich Ding, dem Herrn zu danken, und erst noch singend! Und es ist ein Privileg, das während einer ganzen Woche täglich zu tun, und erst noch mit andern zusammen!  Die diesjährige Chorreise des SKGB führte eine Chorgruppe von 47 Sängerinnen und Sängern in die Städte Berlin, Rostock, Stralsund und Wismar. In jeder Stadt konnten wir Stücke aus unserem Programm singen, zu unserer Freude, zum täglichen Gotteslob. Die Literatur für diese  siebte Chorreise stand unter dem Thema  „Musik von Schweizer Komponisten“. Unter allen Kompositionen war die Komposition von Theodor Goldschmid von 1913 zu Psalm 92,2 wohl der Renner, täglich liessen wir ihn erklingen, er war selbst am Abschlussabend das Wunschstück. Und noch tage-, ja wochenlang singt es in meinem Innern weiter: Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken! Wunderbar, wenn einem Lobworte so ins Herz gelegt werden, nicht nur aus-, sondern auch in-wendig zu singen, wo und wann man es will!
Die Chorreise war auch diesmal wieder ein wunderbares Erlebnis: Auf gut und umsichtig rekognoszierten Pfaden sich von Stadt zu Stadt führen lassen, die Verbindung von erlebter Kultur zu selbst gemachter Musik erleben zu dürfen ist einmalig. Dass wir dieses Jahr nur einen ganz kleinen Teil unserer mitgebrachten Garderobe nutzen konnten - nur die leichtesten Stücke waren bei der herrschenden Bruthitze überhaupt zu gebrauchen - lag nicht in der Macht der Organisierenden. Paul Kohlers kundige Reise- Führung und Heinz Gloors umsichtige Erledigung aller anfallenden finanziellen und anderer Probleme machten die ganze Reise zu einem ungetrübten Erlebnis. Dem Wetter sei Dank konnte, wer wollte, auch die Ostsee an verschiedenen Stränden versuchen. Auch das „ein köstlich Ding“!
Acht Tage waren wir diesmal unterwegs, solche, die seit der ersten Reise dabei sind, solche, die erst später dazugekommen sind und solche, die das erste Mal dabei waren: Eine wunderbare Gruppe von Menschen, die sich im gemeinsamen Singen findet. Das prägt die Atmosphäre untereinander, denn „daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger(innen) seid, so ihr Liebe untereinander habt.“ (Auch dies eine Komposition von Theodor Goldschmid zu Joh 13,35) Es ist geglückt, diese Liebe untereinander zu haben und so der ganzen Woche zum Gelingen zu verhelfen.
Beglückende Momente und auch traurig-berührende Momente erlebten wir: Am Grab von Jochen Klepper wurden wir eingeholt vom Schaudern, das einem ergreift, wenn man sich seine letzten Tage noch einmal vor Augen hält.
„Was such ich denn nach Worten, zu loben, Herr,  zu preisen dich“ - Worte von Martin Schmid hat Benedikt Dolf in ein Lied verwandelt - mögen auch aus dieser Trauer zum Lob zurückführen.
Und noch eine neue Erkenntnis nehme ich mit aus dieser Woche: Singen ist Sport. Weshalb sonst hätte ich so manchen Schweissausbruch bei dieser Tätigkeit erlitten! So zähle nun auch ich mich zu den Sportlichen, zu den Singsportlichen! Dem Chorleiter und „Sportlehrer“ Hermann Stamm sei fürs Training herzlich gedankt!