Start Archiv Berichte 2009.04.13 Ostersingwoche 2009
2009.04.13 Ostersingwoche 2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 11:24 Uhr

Ein Teilnehmer berichtet über die Ostersingwoche 2009               .


Den Prospekt zu dieser Ostersingwoche vom 13. bis 18. April erhielt ich an der Chorprobe. Ja, das wird wohl eine brave Sache sein, nein, ohne mich!, dachte ich mir vorerst. Am Abend nahm ich mir die Zeit, alles Angebotene nochmals in Ruhe durchzugehen: Mendelssohn, aus dem“Elias“, dieser romantische Komponist zog mich eben sehr an! Dann die Leitung dieser Singwoche: bestens ausgewiesene und vielversprechende Fachleute für hohe Erwartungen. Meine musikalischen Ferien waren gebucht!

Recht bald war Ostermontag und schon sass ich im Uebungssaal inmitten von ca. 70 anderen „klingenden“ Menschen. Vom noch amtierenden Präsidenten des Schweizerischen Kirchengesangs-bundes, Paul Kohler, wurden wir herzlich begrüsst und die Leitenden stellten sich gleich selbst kurz vor.

Als Neuling merkte ich, dass sich viele Teilnehmenden bereits kannten, doch mit dem allgemeinen „DU“ unter Singenden verflogen die geringen Distanzen im Nu. Mir war sofort klar: das wird eine runde Gesangswoche!

Der Klang in unseren ersten Liedern schien mir anregend. Bald war ich sehr angetan von unserem Dirigenten Wolfgang Rothfahl. Er arbeitet mit aufbauendem Lob und natürlich mit seinen Hinweisen auf heikle Stellen. Meist sang er uns diese gleich selbst vor und nahm uns wieder in seine feinen Hände. Wir genossen seinen Schalk und auch sein Lachen.

Der theologische Leiter Ulrich Graf nahm uns morgens und abends mit in seine Andachten, die er mit dem diesjährigen Motto „Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“ kompetent verwoben hat. Dazu widmete er einen Abend mit einem eindrücklichen Vortrag dem 500. Geburtstag Johannes Calvins und wir alle erhielten einige farbige Kunstdrucke über Darstellungen aus jener Zeit zum Andenken.

Unsere Stimmbildnerin Claudia Moppert nahm sich unseren einzelnen stimmlichen Möglichkeiten an wie auch unseres Chorklanges. Dies mit Achtsamkeit, Wärme und reicher Erfahrung. Dafür erhält sie meine Bestnote!

Auch Wolfgang Rotfahl und Claudia Moppert schenkten uns einen Abend mit Darlegungen aus dem Leben der Familie Mendelssohn, insbesondere der Schwester Fanny Hensel. Bereichernd war das Wirken solcher fähiger Menschen früher – aber auch für uns.

Das Ehepaar Sidler führte uns sicher durch alle administrativen Belange dieser Woche. Keine Fragen blieben offen, für jedes Anliegen fand sich eine Lösung.

Vom Hause Leuenberg zu berichten ist mir ein Leichtes: herzlicher Empfang, abwechslungsreiche Mahlzeiten, vom Bedienungspersonal freundlich und aufmerksam serviert. Die Natur rund ums Haus hatte ihr Frühlingskleid angezogen. Ein Genuss, in den Pausen nach draussen zu schlendern.

Der freie Mittwoch-Nachmittag galt der reformierten Kirche in Ramlinsburg BL. Sie ist architektonisch der Geschichte von Jonas’ Erlebnis im Bauch des Fisches nachempfunden. Mich beeindruckte die gekonnte Mischung von Ausdrucksstärke und Schlichtheit dieses hölzernen Gotteshauses. Ein Besuch lohnt sich! Wir sangen einige wohlklingende Lieder in diesem  heimeligen Kirchenraum. Danach wanderten wir „heimwärts“ dem Leuenberg zu, deren Gebäude  in eine weiche Hügellandschaft eingebetet sind.

Bald nahte unser letzter Abend, der von den Teilnehmenden gestaltet wurde. Darin war gewitzter Einfallsreichtum gepaart mit einer dichten Fülle an Musik, Gesang, Gedichte, Ehrungen usw. Dank manchen Talenten überzogen wir unser Zeitbudget wesentlich, aber ohne den Frohmut zu schwächen.

Der Samstag-Vormittag gehörte unseren erarbeiteten Werken in Form einer Abschlussfeier. Vor dem Mittagessen drückten wir den Leuenberg-Angestellten unser Dank für ihres hohe Engagement zum Wohle der Gäste mit einem kurzen Ständchen aus.

Am Sonntag-Morgen brachten wir einige unserer erarbeiteten Werke in der Stadtkirche Brugg im Rahmen eines durch unseren theologischen Leiter gestalteten Gotttesdienst zum Besten.

Im Anschluss wurden wir von der Kirchgemeinde noch zum Apéro und einem Besuch im Museum Vindonissa eingeladen. Mit einem gemeinsamen Spaghettiplausch beschlossen wir dann unsere frohe und intensive Ostersingwoche.

Kurt Pfenninger, Winterthur

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 11:28 Uhr