| 2001.10.07 Herbstsingwoche 2001 |
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| Geschrieben von: Administrator |
Bericht von der Herbstsingwoche 2001Herbstsingwoche 2001 im Hotel Seeblick in EmmettenTersteegen, Gerhard, geb. 1697 in Moers, gest. 1769 in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen).Kaufmann, Bandwirker, Erweckungsprediger, Seelsorger, Schriftsteller, Dichter, pietistischref. Mystiker. So lesen wir die Kurzbiographie dieses Dichters im Anhang unseres RG. Wieviel mehr aber hinter diesen trockenen Worten steht, erfuhren die fast 70 Sängerinnen und Sänger der Herbstsingwoche 2001, die vom 7. – 13. Oktober im Hotel Seeblick in Emmetten stattfand. Im eigens für diesen Anlass zusammengestellten Notenheft fanden sich fast ausschliesslich Tersteegen-Gedichte, die von verschiedensten Komponisten vertont wurden. Der Chorleiter Hans-Jakob Rüfenacht hat damit einmal mehr ein ansprechendes, vielseitiges Singprogramm zusammengestellt: Heinrich von Herzogenberg: Gott ist gegenwärtig (Kantate); Horst Krüger: Gott ist gegenwärtig (Kanon); Paul Ernst Ruppel: Der Herr ist in seinem heiligen Tempel; Heinrich Schütz: Vater unser; Giovanni Pierluigi da Palestrina: Sanctus (2st. Doppelkanon), Johannes Schmidlin: Halleluja; Hans Georg Nägeli: Brunn alles Heils, dich ehren wir Paul Ernst Ruppel: Eine Sonnenblume; Erhard Mauersberger: Gott, du bist Licht; Arthur Eglin: Müder Geist, nun kehr zur Ruh (Kanon) Werke aus 4 Jahrhunderten, so verschieden sie auch sein mögen, allen ist der Versuch eigen, Gottes Heiligkeit, Grösse und die Gnade seiner Gegenwart zu beschreiben. Es spricht für den grossartigen, nimmermüden Einsatz des Chorleiters und für die Singfreudigkeit und Disziplin der SängerInnen, dass all diese Werke an der Schlussfeier am Freitagabend in der Kirche in Beckenried gesungen werden konnten. Dass Susanne Rüfenacht, die Frau des Chorleiters die Proben teilweise auf dem Flügel begleitete und auch stimmengetrennte Proben ermöglichte, wurde dankbar angenommen. Mit gewohnter Feinfühligkeit beschrieb Pfarrer Paul Kohler das bewegte Leben und vielseitige Wirken von Gerhard Tersteegen, ein Leben, das gezeichnet war von der Suche nach Gottes Gegenwart, ein Sichversenken in seine Liebe. Die Liedmeditationen zum Tagesanfang vertieften das Wissen und Verstehen dieses Gottesmannes. (In unserm RG finden sich übrigens 10 Lieder von Gerhard Tersteegen,) Neben dem Singen blieb den TeilnehmerInnen auch viel Zeit fürs Ausruhen, fürs Zusammensein, wo gewünscht fürs Musizieren, für kleine und grössere Wanderungen, und am freien Nachmittag selbst für eine Schifffahrt. Abendveranstaltungen verschiedenster Art bereicherten zusätzlich die Woche. Komfort und freundliche Bedienung im Hotel, prächtige Umgebung und schliesslich auch das angenehme Herbstwetter trugen dazu bei, die Woche zu einem positiven Erlebnis werden zu lassen. Doris Schildknecht |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2009 um 18:26 Uhr |


