| 2005.04.02 Ostersingwoche 2005 |
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| Geschrieben von: Administrator |
Ostersingwoche auf dem Leuenberg 200528. März bis 2. April 2005„OSTERSINGWOCHE“ bedeutet nicht nur, dass diese Woche jeweils am Ostermontag beginnt, sondern vielmehr, dass das Ostergeschehen, die Auferstehung Jesu von den Toten, die Auswahl der Werke und Lieder bestimmt. So wird folgendes einstudiert und gesungen: - Hoch sei gepriesen unser Gott (Claude Goudimel) - Mit Freuden zart (Alfred Stier) - Christo, dem Osterlämmlein (Samuel Scheidt) - Triumph, Triumph, Viktoria (Andreas Hammerschmidt) - Christ lag in Todesbanden (Johann Pachelbel) - Halt im Gedächtnis Jesum Christum (Georg Philipp Telemann) - Singt mit froher Stimm (Satz Oliver Nagy) - Wir stehen im Morgen (Satz Wolfgang Rothfahl) Daneben werden immer wieder bekannte und unbekannte Lieder aus dem RG angestimmt. Als besondere Glanzlichter werden die Sängerinnen und Sänger bei einigen Werken von einem Orchester begleitet, das sich aus den Teilnehmenden rekrutiert. Mit viel Engagement sind Alle unter der kundigen, stets geduldigen und fröhlichen Leitung des Chorleiters Wolfgang Rothfahl an der Arbeit. Bei so viel Abwechslung kann Langeweile gar nie aufkommen. Der Tagesablauf ist wie folgt gegliedert: Nachdem sich Alle am reichhaltigen Frühstücksbuffet gestärkt haben, versammeln sich die Teilnehmenden zum Morgenlob. Die Liturgie, wie wir sie auch im RG unter der Nr. 555 finden, wird von Pfarrer Hans-Jürg Stefan gestaltet. Dabei stehen Verse aus dem 118. Psalm im Mittelpunkt. Fürwahr, so ist es gut in den Tag zu starten! Nach dem Einsingen, an dem Alle fröhlich und gerne teilnehmen, wird dann bis zum Mittagessen gesungen, ebenso am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr. Der Abendsegen begleitet in eine gute Nacht. Nach dem Nachtessen wird jeweils ein Abendprogramm angeboten. Das Thema vom Dienstagabend beleuchtet die Vielfalt der Bilder in Osterliedern. Dichter und Maler haben sich in vielfältigster Weise mit dem Ostergeschehen auseinandergesetzt. Hans-Jürg Stefan verteilt einen Bilderbogen mit vielen österlichen Symbolen in Worten und Werken, so z.B. das Lamm Gottes aus der Basilica San Vitale aus dem 6. Jahrhundert oder ein Bild von Marc Chagall. Die tiefe Bedeutung der Auferstehung wird so in ergreifender Weise nahe gebracht. „Seinen Namen sollen sie loben im Reigen.“ Ja, warum nicht einmal sich zu Liedsängen bewegen? Monika Stamm versteht es, alle Beteiligten zu motivieren und zu begeistern. Am Donnerstagabend fesselt Wolfgang Rothfahl die Zuhörer mit einem packenden Referat über den Schweizerpsalm. Die vielen interessanten Informationen über die Entstehung unserer Nationalhymne hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Wer wusste bis anhin schon etwas über das Leben des Komponisten, des Wettinger Mönchs Albrecht Zwissig und über Leonhard Widmer, dem Verfasser, der die Vorlage des Textes schuf? Der letzte Abend der Woche wird wie in jeder Singwoche üblich, von den Teilnehmenden gestaltet. Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger finden sich zusammen, um Heiteres und Klassisches zur allgemeinen Freude darzubieten. Zu staunen gibt es aber auch über launige, lustige und tiefgründige vorgetragene Texte in Prosa und Versform. Als Beispiel soll den Lesern ein selbstverfasstes Gedicht des Teilnehmers Jakob Gysel, Weinbauer aus Wilchingen, nicht vorenthalten werden: „Die Stimmgabel“ Es liegt ein Ton in mir verborgen, den möchte ich allzeit dir verleihn. Lass ihn für heute und auch morgen, den Grundton deines Herzens sein. So laut wie Kirchenglocken klingen schallt meine Stimme nicht empor. Nur leise tragen meine Schwingen den reinen Ton zu deinem Ohr. Willst du den Ton mir nun entlocken so musst du nur mich schlagen an, denn ohne Schläge werd ich stocken, ich ohne sie nicht klingen kann. Lass mich dich nun dies Eine lehren wenn Schläge du zu tragen hast, lass freudig ihn dann von dir hören: den Klang der Liebe, nicht der Last. Samstagvormittag: Allzu rasch sind die Tage auf dem Leuenberg vorbeigegangen. Ein letztes Mal kommen wir für die Schlussfeier zusammen, die von Hans-Jürg Stefan und Wolfgang Rothfahl in eindrücklicher Weise gestaltet wird. Noch finden wir uns zum Mittagessen zusammen, dann wird Abschied genommen. Mit dankbarem Herzen für die erfüllten Tage, für alles gute Miteinander, nicht zu vergessen für die angenehme Gastfreundlichkeit, die die Tagungsstätte Leuenberg bietet, treten wir die Heimreise an, gestärkt für die Herausforderungen des Alltags. Für viele der Sängerinnen und Sänger gibt es am Sonntag noch eine Fortsetzung. Man trifft sich in der reformierten Kirche in Brugg. Hier dürfen wir mit einigen einstudierten Werken den Gottesdienst mitgestalten. Wolfgang Rothfahl organisiert anschliessend in dieser seiner Kirche eine Orgeldemonstration. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einem kurzen Spaziergang auf eine Anhöhe Bruggs gilt es dann definitiv Lebewohl zu sagen, aber immer in der Hoffnung, sich bei einer nächsten Singwoche wieder zu begegnen. Doris Schildknecht |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2009 um 18:31 Uhr |


