2004.04.12 Ostersingwoche 2004 PDF Drucken E-Mail
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Ostersingwoche auf dem Leuenberg

    12. bis 17. April 2004



    Bericht von der Ostersingwoche auf dem Leuenberg, 12. bis 17. April 2004

    „Stimmt an, stimmt an den Lobgesang, lasst eure Stimm’ erklingen und hört nicht auf zu singen!“
    Dieser Forderung des Chorleiters Wolfgang Rothfahl kamen die Teilnehmenden der Ostersingwoche mit frohem Herzen nach. Wolfgang Rothfahl? Die Woche war doch unter der Leitung von Gothart Stier ausgeschrieben! Gothart Stier musste am Ostersonntag mitteilen, dass er erkrankt sei und erst mit Verspätung die Leitung übernehmen könne. In verdankenswerter Weise stellte sich Wolfgang Rothfahl spontan zur Verfügung, die Chorleitung vorerst zu übernehmen. Ab Mittwoch-Nachmittag sang dann der Chor unter Gothart Stier.
    Doch nun zur Musik: Im Mittelpunkt der Proben stand
    - die Kantate 131 (Psalm 130) von Johann Sebastian Bach, sowie
    - die Mottete „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ von Heinrich Kaminski
    Daneben wurde viel aus dem Heft “Österliche Chormusik“ gesungen, so
    - „Wie durch Einen der Tod“ aus „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel
    - „Also sehr jammert Gott des Sünders grosse Not“ von Samuel Scheidt
    - „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ von Gallus Dressler
    - „Jesus sprach: Ich bin die Auferstehung“ Wolfgang Carl Briegel
    - „Entsetzet euch nicht“ von Melchior Frank
    - „Gelobt sei Gott im höchsten Thron“ von Melchior Vulpius
    Auch der Osterruf in verschiedenen Varianten und andere Osterlieder aus dem reformierten Gesangbuch durften gesungen werden. Ein reiches, z. T. anspruchvolles Programm!
    Um das Thema der Kantate „ Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ noch besser auszuloten, verglich Pfarrer Hans-Jürg Stefan die Psalmworte in verschiedenen Übersetzungen. In den Morgenbetrachtungen sowie an einem Abendvortrag vertiefte er das Thema in eindrücklicher Weise. Dass Psalmen aber auch heilsame Wirkung haben, wurde an einem weitern Abend dargelegt. Damit sich die Teilnehmenden auch nach der Woche mit dem Gehörten auseinander setzen können, durften sie Blätter mit entsprechenden Texten und Bildern mit nach Hause nehmen.
    Aber auch Fröhlichkeit und Lachen hatten Raum, so am Abend, da Lieder aus dem „Geselligen Singen“ erklangen, sowie am Schlussabend mit allerlei lustigen und auch besinnlichen Beiträgen.
    Höhepunkt und Abschluss der Ostersingwoche war der Samstagmorgen in einer eindrucksvollen Schlussfeier mit Gesang, Gebet, der Bildbetrachtung eines Holzschnittes des Künstlers Walter Habdank zu Psalm 130.6 und der Bachkantate, instrumental begleitet vor allem von Teilnehmenden der Singwoche.
    Die Heimstätte Leuenberg bietet einen idealen Rahmen für eine Ostersingwoche: freundliches Personal, gute Küche, gefällige Zimmer, im ruhigen, ländlichen Baselbiet. Kurz: eine Woche zum Auftanken!

    Doris Schildknecht



     
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2009 um 18:32 Uhr