| 2001.04.16 Ostersingwoche 2001 |
|
|
|
| Geschrieben von: Administrator |
Bericht von der Ostersingwoche 200116. – 21. April 2001 Jubelnd ruft die Melodie der Ostermotette von Rolf Suter „Der schöne Ostertag“ die Menschen ins Helle. „Christ der begraben lag, brach heut aus seiner Zelle!“ Keine Ostern ohne Karfreitag! Und doch, im Blick auf die Auferstehung muss der Schrecken des Todes verblassen. So richtig erlebt wird dies beim Singen der zwei Motetten von Heinrich von Herzogenberg: „Selig sind die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“ und gleich anschliessend darauf als Antwort: „Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben“ und der Chorsatz zu RG 462: „Christ ist erstanden“ mit dem anschliessenden „Halleluja“. Eine eindrückliche Bestätigung dazu ist hier das Halleluja von K. Hessenberg. Stark und aussagekräftig reiht sich hier aber auch die Motette von Heinrich Schütz: „Ich weiss, dass mein Erlöser lebt“, und „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ von Johann Georg Ebeling und Paul Gerhardt ein. Innig und voller Vertrauen schliesslich auch der Choral Nr. 2 von Felix Mendelssohn Bartholdy: „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ und von Wolfgang Rothfahl die Motette zu GR 818: „Wo Güte ist und Liebe, da ist Gott“. Die Singwoche stand unter dem Motto: Österliche Chormusik aus Romantik und Frühbarock. Diesem Titel wird bestimmt auch die Motette des Brugger Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich gerecht: „Gnade sei mit euch und Friede“. Der Chorleiter Wolfgang Rothfahl hat mit diesen Werken ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm zusammengestellt. Ostern wurde für alle Teilnehmenden erlebbar und das Singen zu einer grossen Freude. Erlebbar wurde Ostern auch in den Morgen- Mittag- und Abendfeiern mit Pfarrer Hans-Jürg Stefan. Innehalten und Feiern im Tageslauf: eine Notwendigkeit, um wieder Atem zu schöpfen für die Anforderungen des Tages, aber auch eine Notwendigkeit, soll unser Gottesdienst am Sonntag Bestand haben und nicht überflüssig werden. Nebst Gotteslob, Lesung, Stille, Fürbitte waren die fünf im neuen RG enthaltenen Lieder des Theologen und Schriftstellers Kurt Marti Gegenstand des Betrachtung. „Das könnte den Herren der Welt ja so passen...“ RG 487, „In uns kreist das Leben, das uns Gott gegeben...“ RG 534, „Bleib, o Herr, auch jetzt in der Nacht...“ RG 607, „Manchmal kennen wir Gottes Willen...“ RG 832 und „Der Himmel der ist ...“ RG 867. Mit knappen Worten sind sie – oder gerade deshalb? – sehr aussagekräftig. Beim genauen Hinhören entdecken wir darin Zitate aus der Bibel oder aus bekannten Liedern. In guter Erinnerung werden allen Teilnehmenden auch die Seligpreisungen bleiben, übertragen in unsere Zeit, von Hans Rudolf Hilty: „Gott will den aufrechten Gang der Verzweifelten, Gedemütigten, Verstossenen, Geschundenen, ... sie seien erhoben, ihnen gehört die Erde, ihnen ein Festmahl, ihnen Schwesterlichkeit und Brüderlichkeit aller...“. Innehalten und feiern, im Alltag, am Sonntag, Neues überdenken, Ermutigung, viele Impulse, die in der Gemeinde und im Haus umzusetzen verheissungsvoll sind. Das Büchlein von Hans-Jürg Stefan mit den Abschnitten: „Stille“, „Lauschen“, „Aufatmen“, „Singen“, „Mahlfeier“, „kleiner Gottesdienst im Alltag“, „Gottesdienst im Tageskreis“, „Anregungen für alltägliche Situationen“, „Beten mit dem Gesangbuch“, „Fürbitten im Lied“ und „Nicht müde werden“ wird sicher vielen Teilnehmenden ein treuer Begleiter im Alltag bleiben. Eine Ostersingwoche bedeutet: fröhliches Singen, Neues erarbeiten, an schon Bekanntem sich freuen, gutes Miteinander der 80köpfigen Singschar, interessante Referate am Abend, sich verwöhnen lassen in der Heimstätte Leuenberg. Eine grosse Schar Sängerinnen und Sänger hat sich am folgenden Sonntag nochmals in der Stadtkirche Brugg versammelt um dort im Singgottesdienst mit Liedpredigt das in der Ostersingwoche eingeübte Repertoir einzubringen und die Freude über das Ostergeschehen erneut aufleben zu lassen. Doris und Jakob Schildknecht |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2009 um 18:32 Uhr |



